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1.
Väterchen
Grün
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Nach
Jahresringen zählet man
das
Alter eines Baums am Stamm
und
ist die Zahl der Ringe groß,
wächst
auf der Rinde schon das Moos.
Der
gute Baum, so hoch betagt,
hat
manchen Sturm wohl überragt
und so
sein Holz ist hart und fest,
er
noch viel Stärke ahnen läßt.
Drum
pflegt den Baum, solang er steht,
damit
das Leben weitergeht,
denn
selbst in allerletzten Tagen
wird
grüne Triebe er noch wagen.
Die
nehmt und setzet in die Erde,
damit
ein neues Bäumchen werde.
So
grün und stark, so fest im Holz
sei`s
Mutter Erde großer Stolz.
Listina
Arguso 1999
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2. Meine Jahresuhr
Das
Jahr, das geht im Kreis umher.
Monat
für Monat schleppt es schwer
der
Tage Last für viele Stunden
und
kann doch nicht die Zeit umrunden.
Ist`s
Jahr noch jung im Januar,
dann
werden kleine Freuden wahr
und
steht es dann im zweiten Monat,
hat
man den Winter auch schon satt.
Im
Märze zieht der Frost von dannen
und
die noch auf mehr Kälte sannen,
sind
sehr enttäuscht und müde auch
als wär` noch Winterschlaf im
Bauch.
April,
der wechselhafte, kühle
bringt
schon erste Vorgefühle
auf
den Wonnemonat Mai.
Frühling
eilet schnell herbei.
Ist
der Mai auf höchster Stelle
zeigt
sich die erste Hitzewelle
und
rückt dann der Juni an,
kommt
das Regenwetter dran.
Juli
– Urlaub, Ferienzeit!
Ein
jeder Mensch ist da bereit,
die
großen und die kleinen Sorgen
abzutun
mit „Morgen, morgen...“
Vom
August den Sonnenbrand
holt
man sich am Ferienstrand.
Wer
nicht reist, steckt im Getreide
und
hat dort die gleiche Freude.
Der
September kommt gegangen,
Schule
hat nun angefangen.
Alle
fahren wieder dreißig,
wo Radar und Funk sind fleißig.
Erntedank
Anfang Oktober.
Es
gibt schon Blattrot in Zinnober
und
der Kürbis wächst nicht mehr,
lässt
sich ernten groß und schwer.
November
und die grauen Nebel
gehör`n
zusammen, teilt kein Säbel.
Uns`re
Sonne blinzelt schwächer
über
Gassen und auch Dächer.
Nur
der Dezember kommt mit Macht.
Hört
nur, wie der Frost schon kracht!
Alle
Kleinen und auch Großen
tragen
lange Unterhosen.
Weihnachtsfest,
bald bist du da.
Schnee
fällt erst im Januar
und
das Jahr geht krumm vor Last,
hat
den Anschluss wohl verpasst.
Rufen
wir das neue her?
Ja!
Dann ist es nicht so schwer,
von
dem alten sich zu trennen.
Lasst
es schlafen, lasst es pennen!
Listina Arguso 1999 |