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1
...
mit Kinderaugen
Ach,
ich bin so gern ein Kind,
wenn
ich was zum Naschen find!
Ob bei
Mami in der Tasche
eine
bunte Nuckelflasche
mit
viel bunten Perlen drin,
die
stell ich dem Püppchen hin.
Oder
bei der Omama,
sie hat
stets was Süßes da
und
auch oft beim Brüderlein,
wird
wohl was zu holen sein.
Aber
meistens muss ich fragen
und
darf auch noch DANKE sagen,
was ich
nicht so ganz versteh:
Warum
tut`s den großen weh,
wenn
ich das manchmal vergesse
und sofort gleich alles esse?
Da
ist`s schöner mit Besuch,
der hat
kein Erziehungsbuch
und mir
gar nicht viel zu sagen,
stellt
mir nur viel dumme Fragen,
selten
sag ich was dazu
und das
wirkt dann auch im Nu.
Ich
krieg manches, das mich freut,
auch
für morgen schon mal heut
denn,
wenn ich ganz artig bin,
seh`n
die Großen nicht so hin.
Drum
bin ich sehr gern ein Kind,
doch
ich wachse auch geschwind.
Was
wird sein, bin ich erst groß?
Ist
dann auch noch so viel los?
Dieses
Eine quält mich sehr -
Wo
nehme ich die Antwort her?
Vielleicht
hier aus dem Papier?
Schickt
das jemand her zu mir,
damit
ich sehr bald besser weiß,
wovon
mir der Kopf schwirrt heiß?
Also,
dann: Ich mach es auf ...
Steht
ja auch mein Name drauf.
Wird
mir das vielleicht geschenkt?
Wer
wohl damit an mich denkt?
Natürlich
stecke ich es ein -
Was ich
habe, das ist mein!
Und die
Lösung vom Problem
zeigt
sich auch sehr angenehm,
muss
wohl heißen: Sei gern Kind,
denn
alle, die es nicht mehr sind,
bejammern
jedes Körperpfund,
verstecken
ihre Naschsucht und ...
werden
mich darum beneiden,
während
sie diätisch leiden
und
dennoch die Sehnsucht hegen,
sich
richtig ins Zeug zu legen.
Kind zu
sein mit großen Augen,
um in
sich ganz aufzusaugen
mit
Gefühl auch kleine Freuden,
das
gelingt nur kleinen Leuten.
Ich
frag nicht länger, was es soll,
denn ich
hab den Mund schon voll,
denke:
DANKE - sprech`s nicht aus,
sonst
fällt mir die Hälfte raus.
Wer es
schickte, wird schon wissen,
dass
wir Kinder naschen müssen,
wenn
man uns dazu anregt
und
Schokolade hinterlegt.
Na, ich
lasse es mir schmecken.
Mich kann
auch nicht mehr erschrecken,
wenn
jetzt jemand darum bangt,
ob ich
mich hätte schon bedankt.
Freude
ist der beste Preis,
wie
auch der Spendierer weiß
und
sind sie alle mit mir glücklich,
dann
bedank` ich mich ausdrücklich,
weil
die Großen sich nicht scheuen
und
sich wirklich mit mir freuen.
Das
kann ich als Kind versteh`n
und
bestimmt ist`s angenehm,
dass
manches ohne REDEN geht
und
sich alles um mich dreht,
weil
ich als Kind mit meinem Lachen
viel
mehr kann als nur Worte machen.
2
Laute
Andacht
Geburtstag
ist auch Erntedank
Für
eines Jahres viele Tage.
Wohl
dem, der nicht gewesen krank
und
zeitlich war stets in der Lage
zu
meistern, was sein Wunsch und Streben
in
Freude ihn ließ miterleben.
So
neigt ein Jahr sich demutsvoll
vor dem
Altar Besinnlichkeit
und
lauthals nun sagt Lebewohl,
wer
niemals eins war mit der Zeit,
denn
diesem bleiben Fragen offen,
die
neuerlich auf Antwort hoffen.
Gott
Vater, Sohn und alle Chöre
des
Himmels und der Erde auch,
sie
jubilieren dem, der schwöre,
wie es
in unserer Kirchen Brauch,
dass
Friedlichkeit und Nächstenliebe
sind für ihn Norm im Weltgetriebe.
Drum
ist ein Tag, welcher vergeht,
stets
wertvoll Gut und Meilenstein,
weil
alles, was der Mensch aussät,
er dann
auch fährt als Ernte ein:
Liebe
und Streit, Freude und Leid,
Dank und Vertrauen, Kraft und
Erbauen.
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